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Fünf Jahre Gewährleistung für Heizung

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Heizungsanlagen sind Bauwerke, sagt das Landgericht Frankfurt am Main. Daher musste ein Handwerker nach viereinhalb Jahren einen defekten Heizkessel kostenlos austauschen.
Im Jahr 2004 hatte ein Heizungsbau-Betrieb im Einfamilienhaus des Auftraggebers eine komplette Heizungsanlage inklusive Brenner eingebaut. Im Dezember 2008 wurde der Kessel undicht. Der Hausherr bat den Handwerker darum, ihn auszutauschen. Das sollte 2.563 Euro kosten.

Der Hauseigentümer wollte die Rechnung nicht begleichen und berief sich auf sein Gewährleistungrecht. Der Heizungsbauer konterte, dass die Frist hierfür abgelaufen sei. Fünf Jahre dauere diese nur bei Arbeiten an einem Bauwerk, nicht aber bei einer Heizungsanlage.
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Er klagte die 2.563 Euro ein, zog beim Landgericht Frankfurt allerdings den Kürzeren. Hier gelte die fünfjährige Gewährleistungsfrist, stellte das Gericht fest, denn es handle sich sehr wohl um Arbeiten an einem Bauwerk.

Bauwerk: Mit dem Haus fest verbunden

Die Heizanlage sei fest mit dem Gebäude verbunden, könnte nur mit großem Aufwand vom Grundstück getrennt werden. In der Regel würden Kessel und Zubehör mit schweren Schrauben und Winkeln im Boden verankert. So eine Maßnahme greife in die Substanz des Bauwerks ein und sei daher als Arbeit an einem Bauwerk einzustufen.

Mit dem Austausch des Heizkessels sei der Auftragnehmer daher nur seiner Pflicht nachgekommen, Mängel seiner Arbeiten zu beseitigen, so das Gericht. Zwischen der Abschlussrechnung vom Juni 2004 und der Nachbesserung seien keine fünf Jahre vergangen.

Landgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 6. Mai 2011, Az.:2/09 S 52/10

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Kommentare   

 
#1 Martina 2015-06-17 21:42
Wir haben 2011 angefangen zu bauen und sind im April 2012 eingezogen. Schon nach wenigen Wochen stellten sich bei der Heizungsanlage Mängel ein, die zunächst vom Heizungsbau-Unt ernehmen beseitigt wurden, kostenlos. Die unzähligen weiteren Störungen etc dauerten ca. zwei Jahre an. Auch hierfür hatten wir keine Rechnung erhalten. Jetzt im dritten Jahr mussten wir nach weiteren Defekten die Leistung bezahlen, was nicht unbedingt günstig und vorgesehen war. Wir haben dann den Chef der Firma auf die Gewährleistung angesprochen. Er sagte dann, dass die gesetzliche Garantie bzw Gewährleistung zwei Jahre beträgt. Wenn bei einem neuen Kfz z.B. eine Glühbirne oder eine Sicherung kaputt ginge, würde der Hersteller auch keine Gewährleistung geben.
Schade, wir hatten bei einer neuen Heizungsanlage vorausgesetzt, dass sie einige Zeit hält. War ja kein Schnäppchen, die Anlage ...
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